Vom Käse zur Banane

| ca. 5 Minuten Lesedauer
Werte Leser, …
 
in der letzten Kolumne ging es um Käse, und jetzt geht es eben um Bananen und damit ist auch eine eindringliche Warnung verbunden, …
die Dinger sind nun mal gefährlich, basta.
 
Aber erst einmal der Reihe nach, denn die Geschichte, die ich ihnen hier jetzt präsentiere, zeigt, wie schnell ein junger Mann durch so eine Banane in eine ganz verhängnisvolle Situation kommen kann.
 
Um die Geschichte richtig zu erzählen, muss ich ihnen erst einmal einen Charakter formen, damit sie auch ein Bild vor ihrem geistigen Auge haben.
 
Stellen sie sich also am besten einen jungen Mann im besten Mannes-Alter vor, so um die 30 Jahre alt, gut, ein oder zwei Jahre dürfen sie noch oben draufsetzen, vom „Typ“ breite Schultern, gut durchtrainiert und definiert und beim Wachstumsschub in jungen Jahren war genügend Substanz vorhanden, um ihn auf eine sehr vernünftige Körpergröße wachsen zu lassen, so dass er sich auch den ein oder anderen Apfel ohne Leiter vom Baum pflücken könnte und kann!
 
Man darf ihn hier auch als Adonis bezeichnen, vor allem, weil Adonis ein Sinnbild der Schönheit und Vegetation war und sowohl Äpfel als auch die gleich ins Spiel kommenden Bananen haben ja etwas mit Vegetation zu tun.
 
Zudem sollten sie noch wissen, dass unser Adonis hier ein sehr freundlicher Mensch mit einer sehr positiven Ausstrahlung ist und sehr wahrscheinlich hat so manche Mami, die mit ihrem Töchterchen im heiratsfähigen Alter - wo auch immer sie auf ihn trafen - garantiert schon tiefgreifende Schwiegermutter-Gefühle entwickelt, frei nach dem Motto, na, …
das wär doch mal einer für dich!
 
Denn dieser Prachtbursche aus einer ländlichen, adeligen namentlichen Dynastie, ist tatsächlich auch noch frei am Markt verfügbar, allerdings gibt es da auch seine zurückhaltende Art, die auf der einen Seite sehr charmant wirkt, auf der anderen Seite, aber natürlich auch schon viel verhindert hat.
 
Und so begab es sich vor ein paar Tagen, dass unser Adonis - zur Beibehaltung seiner körperlichen Stärke und seines frischen, vitalen Aussehens - sich in einen großen Lebensmittelmarkt begab, um dort ein paar Bananen zu kaufen, wohlgemerkt Bananen und nicht irgend einen unschuldigen 4Beiner.
 
Da wir aber auch in einer Zeit nicht nur knapper Kassen, sondern manchmal auch knapper Waren leben, stand dieses Sinnbild der Männlichkeit nun vor einem leeren Regal, da wo wohl einmal Bananen waren und im Normalfall auch noch sein sollten, war jetzt aber nun leider nichtˋs, aber auch rein gar nichts „Gelbes“ mehr zu sehen.
 
Zwar zeigte sich ein männlicher Mitarbeiter dieses Marktes sehr mitfühlend, aber er empfahl dem potentiellen Bananen-Käufer mit breiten Schultern doch alternativ auf eine Bio-Gurke umzusteigen.
 
Aber eine Bio-Gurke war nun mal nicht eine Bio-Banane, es war noch nicht einmal eine Banane, es war halt eine Bio-Gurke!
 
Eine weitere Mitarbeiterin des Marktes bekam diesen Dialog mit, und sie erkannte sofort, dass es eben mit besagter Bio-Gurke in diesem Fall nicht getan sei, und ging in das Lager und holte dort einen großen Karton mit gar frischesten Bananen.
 
Und nun konnte die Story von „Romeo und Julia“ ihren Lauf nehmen, denn die beiden schienen sich mit ihren Augen verhakt zu haben und unser Adonis spürte ein tiefes Stechen, denn Amor hatte wohl irgendwelche Pfeile abgeschossen.
 
Bis zum heutigen Tag entwickelt sich diese neue Liebes-Romanze nach meinen Informationen prächtig weiter und ich versuche auch hier auf dem Laufenden zu bleiben, bei Zeiten werde ich selbstverständlich erneut auf diese spannende Obstgeschichte mit viel Liebe zurückkommen.
 
Eine ganz andere Sache war das Ding mit der Tomatendose beziehungsweise mit den pürierten Tomaten in Nigeria.
 
Dort hat nämlich eine nette Nigerianerin etwas un-nettes über eine Tomatendose beziehungsweise den Inhalt dort gepostet und zwar so, dass ihre 18.000 Follower verstanden, dass der Hersteller dieser Tomaten wohl irgendwie Zucker mit unter das ganze Pürierte mischte.
 
Aber es ist ja - Gott sei Dank - Nigeria und dort herrscht noch eine gewisse „Zucht und Ordnung“ und auch die Ordnungsbehörden wissen noch, wann sie einschreiten müssen, und so hat man diese Frau dann festgenommen und nun droht ihr sogar wohl Gefängnis.
 
Falls der nigerianische Botschafter oder irgendein anderes Mitglied der Regierung das jetzt hier lesen sollte: ich habe mich gerade spontan entschlossen, sie von meinen Welt-Reiseplänen zu streichen, das ist mir dann doch ein bisschen zu gefährlich, denn in meiner Welt fängt die Freiheit auch beim Tomaten-Dingsda-bums-da-da an, …
übrigens vollkommen egal, ob püriert oder im Ganzen.
 
Apropos, gefährlich, …
damit werde ich dann diese Kolumne auch beenden, gefährlich für ihre Bauchmuskeln ist die folgende Kartoffelgeschichte, die ein gewisser Louis de Funès vor ein paar Jahrzehnten aufnahm, und die ich mir schon seit Jahren regelmäßig anschaue.
 
Wenn sie also die Möglichkeit haben, gehen Sie doch mal auf YouTube und geben sie dort …
“Louis de Funès Müller“ ein.
 
Schauen Sie sich dann diesen Film in aller Ruhe ruhig das erste Mal auf Deutsch an, aber dann bleiben Sie unbedingt für die Zukunft auf der französischen Originalversion, denn das ist wirklich ganz großes Kino!
 
„Haben Sie verstanden, … Muskatnuss, Herr Müller“
 
Die nächste Kolumne erscheint in den kommenden Tagen, wenn die Zeit dazu gekommen ist,…
und wenn sie fertig ist!
 
Bleiben sie bis dahin gedankenstark!