Ein guter Mensch, ein Gutmensch
| ca. 10 Minuten LesedauerWerte Leser, …
Ich betrete mit Ihnen jetzt einmal ein Minenfeld, ein Minenfeld, das nicht in einer östlichen Steppe liegt, …
aber trotzdem Hochexplosives vom gedanklichen Inhalt hat und einen schon von den Beinen holen kann.
Und ich persönlich hoffe auch, dass es nicht meine Beine sind, die da weggerissen werden und Ihre natürlich auch nicht, aber ich weiß ganz genau, am Ende dieser Kolumne werden mich einige Menschen noch weniger mögen, als Sie mich vielleicht jetzt schon nicht mögen.
Nun stellen Sie sich doch einfach mal vor, Sie halten sich für einen normalen Menschen, … also ein Mensch mit verständlichen Werten, und Sie leben das auch und wohnen in Amerika.
Wenn Sie jetzt bei sich in Ihren amerikanischen Garten gehen, natürlich mit einem Pool, Barbecue Grill und Zitronenbaum, mit echten Zitronen dran, ein paar schwarzen Witwen und jeden Freitag, einem echten Kalifornier zu Besuch, nämlich einem kalifornischen Braunbären, dann wissen Sie auch zu mindestens eines; Sie sind nicht in Texas, obwohl auch dort Zitronenbäume wachsen, auch nicht in Massachusetts und schon gar nicht in New York, Sie sind in Kalifornien und Kalifornien ist nun mal auch eins, nämlich kein Trumpland!
Und nicht im Land der „Trumpel-Tiere“ zu sein, hat schon irgendetwas beruhigendes an sich, denn mit den meisten Menschen, mit denen ich gesprochen habe, hier im politisch korrekten Deutschland, hat mich sofort die Abneigung zu diesem hünenhaften Hünen mit seinem verquirlten Gedankengut vereint.
Ich würde sogar so weit gehen, dass ich mit 98 % der Menschen in Deutschland absolut d'accord in der Auffassung zu dem Gold-Löckchen mit deutschen Wurzeln bin.
Christina war aber gerade erst vor ein paar Wochen drüben in Kalifornien bei ihrer Schwester Sonja zu Besuch und musste bei jedem „Garten-Besuch“ zwangsläufig einen Blick auf ein Nachbargrundstück werfen, wo ein großer Mast mit diversen „Trump Fahnen“ von einem glücklich verstrahlten Amerikaner zeugen.
Sonja hatte hier schon ihre Erfahrungen gemacht und eine klare Ansage Richtung verstrahlter amerikanischer Seele geschickt, und zwar die, dass man keinen Wert darauflegen würde, mit ihm und sei’s auch nur über den Gartenzaun, auch nur annähernd gedanklich zusammen zu kommen.
Denn es geht in diesem Fall nicht um die einzige Wahl, die ein Amerikaner im Prinzip hat, …
zwischen demokratisch und republikanisch, es geht ja tatsächlich viel mehr darum, ob man bereit ist, ein Werteprinzip des Miteinanders zu opfern, weil man eben nicht mehr diskutiert, sondern viel zu oft mit Blödheit agiert, …
weil - make-Amerika-great-again - ja so toll ist!
Und so muss man auch nicht mehr über diesen wunderbar narzisstisch geprägten und in den meisten Dingen gedanklich verstrahlten Ex-Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika sagen, …
die Verurteilung seines Anwaltes Giuliani, gerade erst geschehen, passt damit stimmig ins Bild, …
genauso wie die diversen Gerichtsverfahren, davon einige Strafverfahren, die er gerade als Bürger mit den Sonderrechten eines Ex-Präsidenten durchläuft.
Wenn wir jetzt diesen politischen Kindergarten verlassen und dafür das religiöse Umfeld betreten, dann weiß ich ganz genau, ich komme nicht mehr auf 98 % gedanklichen Zuspruch, hier wird es für mich schon zunehmend gefährlicher.
Und ich weiß, wovon ich spreche, denn ich wurde in Augustdorf in Nordrhein-Westfalen geboren, das ist Luftlinie circa 25 km zu Paderborn entfernt und in Paderborn wird auch heute noch der Exorzismus betrieben.
Und wenn ich schreibe ‚Exorzismus wird noch betrieben‘ dann meine ich auch, wird - noch betrieben -, denn das Erzbistum Paderborn ist vermutlich „das“ katholischste Erzbistum auf der ganzen Welt und da nimmt man die Sache mit den Teufelsaustreibungen noch wirklich ernst und wenn Sie mal Zeit und Lust haben, gehen Sie an einem schönen Sommertag im Bereich der katholischen Einrichtungen direkt in der Innenstadt spazieren und dann spüren Sie schon, was dort für ein Zeitgeist noch immer herrscht.
Das Erzbistum Paderborn hat übrigens noch circa 1,4 Millionen Gläubige, und das ist genau der Punkt, …
wo man sich erst einmal freuen muss, dass - da - noch mit aller Intensität geglaubt wird.
Als ich ein kleiner Junge war, glaubte ich übrigens auch an etwas, zum Beispiel an die Kreuzritter, denn da gab es so eine Abend-Serie im Fernsehen, …
wo ein paar coole Typen mit weißen Gewändern und einem großen roten Kreuz darauf, irgendwo in einem Land, das ich nicht so genau kannte, mit ihren Schwertern für Klarheit sorgten.
Hätte ich die Hintergründe damals schon verstanden, hätte ich natürlich auch anders darüber gedacht, genauso wie über meine Ausbildung zum evangelisch-reformierten Christen, …
danke Martin Luther, der sich ja Glaubensmäßig stark reformierte und so den Weg für einen weiteren guten Glauben erst frei machte, einschließlich klaren Antisemitismus in der Tiefe seiner Seele!
Und so bin ich bis heute oder ich sollte vielleicht sagen, so bin ich seit ein paar Jahren fest davon überzeugt, dass ein Martin Luther ein wesentlicher Baustein für den Judenhass, nicht nur in Deutschland war und ist und die Verantwortung, die die evangelische Kirche damit in sich trägt, wird nur ungern diskutiert, …
es ist aber auch so eine Sache, sowohl mit der Einsicht als auch mit der Juden-„Sau“.
Bei mir hat es dann übrigens dazu geführt, dass ich mit 21 Jahren und einer mir damals schon attestierten geistigen Reife, freiwillig die Institution evangelische Kirche verlassen habe und mich - frei nach dem Motto „jeder nach seiner Fasson“ - im Leben bewege.
Meine Familie mütterlicherseits wurde übrigens in der Zeit von Ludwig XIV aus Frankreich quasi zur Flucht gezwungen, sie gehörten den damaligen Hugenotten an und das große Abschlachten der Hugenotten in der Zeit von 1661 bis 1685 ließ ihnen nur die Möglichkeit der Flucht.
Wenn man das gesamte Leistungsspektrum unserer Kirchen nun so betrachtet, vom Gemetzel im Mittelalter, der Hexenverfolgung, dem Juden Hass und einer nicht enden wollenden Liste sexueller Straftaten, dann frage ich mich allen Ernstes, wie man einer solchen Institution aus Überzeugung angehören möchte und kann?
Falls Ihnen selbst jetzt hier noch ein paar kleine Bereiche des Strafgesetzbuches fehlen, gerade erst hat es auch hier ein fast schon sensationelles Urteil gegeben, denn das vatikanische Gericht hat einen Kardinal zu einer Freiheitsstrafe verurteilt! Freiheitsstrafe heißt in diesem Fall übrigens wirklich, …
der Mann muss in ein Gefängnis und geht nicht über „Los“ und er bekommt auch keine 4000 Mark.
Der Stellenwert eines Kardinals ist übrigens der, das sind die Jungs mit den purpurnen Gewändern, …
die sich dann irgendwann, wenn der amtierende Papst so langsam zu stinken anfängt, sich in ein so genanntes Konzil zusammensetzen und aus ihren Reihen den nächsten Papst wählen und dafür muss man eben schon ziemlich heilig sein und am besten noch nicht stinken.
Aber der Gestank, den eben dieser Kardinal (Name wird aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt) verursacht hat, lässt sich aus einem kleinen Ausschnitt, hier von der ehrwürdigen Nachrichten Seite n-tv am besten ablesen:
„Die Ermittlungen rund um den fragwürdigen Millionendeal in London deckten unterdessen weitere krumme Geschäfte und Machenschaften innerhalb des Vatikans auf. Die vatikanische Strafverfolgung warf dem italienischen Kirchenmann und neun weiteren Angeklagten unter anderem Erpressung, Geldwäsche, Betrug, Korruption, Veruntreuung und Amtsmissbrauch vor.“
Und sehen Sie oder viel besser spüren Sie, wie meine Zustimmungswerte in dieser Kolumne gerade dramatisch sinken, trotz kardinalischer Kardinalfehler, weil ein wirklich kritischer Umgang (und ich bin da schon sehr kritisch, das weiß ich auch) führt automatisch dazu, dass man Ablehnung erfährt, ….
denn der ein oder andere ist als überzeugter Christ, übrigens egal, welcher Kirche er-sie-es nun angehören, irgendwie tief betroffen.
Also ich komme in dieser Kolumne jetzt wahrscheinlich auf nur noch maximal 40 % Zustimmungswert, …
die 2 %, die ich bei Trump verloren habe, ließen sich ja noch verschmerzen, aber durch die unvernünftigen Äußerung gegenüber der Kirche hat sich wahrscheinlich jetzt Ihr Wohlwollen auf diesen dramatischen Wert reduziert.
Wobei noch dramatischer wird es erst jetzt, wo ich mich dann in die sumpfigen Tiefen der Kommunalpolitik hier bei uns auf der Kreisebene bewege und mich dann in einem Umfeld begebe, ….
wo freiheitlich-demokratische und christliche Parteien das Zepter in der Hand halten oder zu mindestens in der Hand gehalten haben.
Denn ich möchte Ihnen hier ein Geheimnis verraten, ….
in den kommenden Wochen wird ein Buch erscheinen, über die gesamten Zusammenhänge rund um den neuen Standort der Freiwilligen Feuerwehr Großenwiehe und die Zusammenlegung der Feuerwehren Schobüll und Großenwiehe.
Und das, was da in einer fundierten Recherche - natürlich alles belegbar mit den entsprechenden Dokumenten - zusammengekommen ist, ist eigentlich genau das, was wir in einem Rechtsstaat nicht vermuten würden:
- unrechtmäßiges Verhalten bis in die höchsten Spitzen der Politik hinein -.
Und bei meinen Recherchen bin ich natürlich auch auf Fälle in Nachbargemeinden gestoßen, und wenn man mal auf irgendetwas stößt, dann sollte man aufhören zu stoßen, denn so ist es mir dann wiederum ergangen, dass ein oder andere Gefäß mit irgendeiner stinkenden, moralisch juristischen Brühe wurde dabei geöffnet.
Und vielleicht haben sie ja auch in den letzten Tagen schon etwas von TFI gehört?
TF I steht dabei für Thore Feddersen Immobilien und alles das, was Sie bis jetzt in der Öffentlichkeit vernehmen konnten, war schon sehr eindeutig, vor allem dann, wenn sich schon eine Staatsanwaltschaft aus Kiel mit einem Oberstaatsanwalt an der Spitze so eindeutig äußert, dass da keine Wünsche offenbleiben.
Wesentlich dabei ist allerdings auch die Tatsache, dass der Herr Feddersen Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der Flensburger CDU aktuell noch ist und wenn Sie in diesen Bereich negativ auffallen - und damit meine ich dann: Sie fallen negativ auf -, ist es um Ihr eigenes wirtschaftliches Bestehen nicht gut bestellt.
Vereinfacht gesagt:
Man muss nur christlich-demokratisch genug sein und seine von vermutlich Gott gegebene Macht-Position dann dazu nutzen, um andere Menschen in das richtige Licht zu rücken.
Merken Sie, wie meine Zustimmungswerte gerade deutlich sinken, ….
bei Trump konnten und wollten Sie mir noch folgen, bei Fragen rund um die Kirche wurde es für einige schon schwierig, wer aber die wertige, heilige Institution von deutschen Parteien und deren Handlungen anzweifelt und gerade auch dann, wenn es sich eben nicht um irgendwelche linken oder rechten handelt, sondern eben um die Institutionen, die christlich demokratisch schon im Parteien Namen tragen, dann ist das gerade hier in Schleswig-Holstein kein vernünftiger Zug!
Allerdings ist dieser christliche Sumpf noch viel tiefer, und man könnte es nicht treffender bezeichnen, wenn man die Textzeile von Herbert Grönemeyer hier zitiert:
Hör auf mit Beten, Mama
Es ist vollbracht
Du hast es gewußt
Dein Junge sitzt endlich mit an der Macht
Mitten im Kreise der Herren
Gedient wird hier längst nicht mehr
Man hat sich geschickt abgesetzt
Das Volk sieht derweil fern
und weiter heißt es da, …
Mit Gott auf unserer Seite Jesus in einem Boot
Einer ging leider baden
Doch wir warfen ihn noch rechtzeitig über Bord
Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Den Ablass in unserem Namen
Das "C" strahlt über uns riesengroß
Und so bin ich zum Beispiel rund um das Thema Feuerwehr, ….
nicht nur in Gemeinden wie Großenwiehe, Eggebek oder Schafflund auf Dinge gestoßen, ….
auf die man gar nicht stoßen möchte, weil man glaubt, dass es sie auch gar nicht gibt.
Und in Schafflund ist dann die Verquickung der Politik, zum Beispiel von Seiten der Bürgermeisterin in Bereiche, die mich schon wieder fasziniert und sprachlos zurückgelassen haben, so groß, …
dass man da am besten schon gar nicht mehr nachfragt, denn aus meiner Sicht ist ein rechtlich korrekter Umgang genauso wenig gewünscht, wie das Ankratzen der „Ikone“ Thore Feddersen in der Gemeinde Schafflund, …
wo dieser eben wohnt und sein christlich demokratisch geprägtes Handeln auch seine Spuren hinterlassen hat.
Übrigens:
Wussten Sie auch, dass es zu unseren Grundwerten gehört, niemanden vorzuverurteilen, ….
und wussten Sie auch, dass das ein sehr sinnvolles Prinzip ist?
Also freuen Sie sich auf die kommenden Tage und Wochen, wo es bestimmt die ein oder andere Erhellung der Allgemeinheit bezüglich verschiedener Dinge gibt,
eines kann ich Ihnen aber jetzt schon versprechen, …
dass das Buch, was in den kommenden Wochen erscheinen wird, schon so ein ganz klein wenig interessant sein wird, vor allen Dingen dann, …
wenn sie etwas mit öffentlichen Ämtern, Feuerwehr, der lokalen Politik, der Kreis- oder Landespolitik, oder einfach nur als interessierter Bürger zu tun haben.
Tatütata und Tralala, ….
Die nächste Kolumne erscheint in den kommenden Tagen, wenn die Zeit dazu gekommen ist, … und wenn sie fertig ist!
Bleiben Sie bis dahin gedankenstark!
