Wir leben bei Ste Maxime, seit 2017: kein Tag bereut!
| ca. 7 Minuten LesedauerWerte Leser, …
Das Gewohnheitstier in mir schlägt ja quasi jeden Tag mehrfach zu, es gibt nun mal die Dinge, die Dinge, die ich immer wiederkehrend mache oder Dinge, …
die aus irgendeinem inneren Zwang heraus gemacht werden müssen.
Der Morgen-Kaffee gehört bei mir zu so einer Gewohnheit, genauso wie der erste Blick über den See, egal zu welcher Uhrzeit am Morgen, Hauptsache es ist schon einigermaßen hell und dann wird meist die Schreibmaschine herausgeholt und die ersten Gedanken zu Papier gebracht.
Nun gut, das stimmt nur bedingt, denn meine Schreibmaschine hat einen angebissenen Apfel als Symbol und das Papier wird elektronisch generiert, …
also, ich bin schon längst in der Neuzeit angekommen, …
aber von der Handlung her ist es irgendwie schon richtig, der Morgen gehört mir und das Schreiben ist so etwas wie die Selbstverständlichkeit in der Selbstverständlichkeit.
Doch hier in der Kolumne hatte ich mich doch jetzt tatsächlich mal ein paar Tage (oder sollte ich nicht besser sagen Wochen) einmal zurückgenommen, eine Art schöpferische Pause, allerdings habe ich in der Zwischenzeit natürlich viele Eindrücke sammeln dürfen und ein paar dieser Eindrücke müssen natürlich jetzt auch raus.
Da bin ich nun wieder, in der Welt meiner Gewohnheiten und es freut mich schon außerordentlich, wieder „on Air“ zu sein, wie man so sagen könnte, und möchte gleich von einer meiner Lieblingsgewohnheiten berichten, Gewohnheiten halt.
Ich war mal wieder in Frankreich, in Südfrankreich, in der Provence, zwar nicht in live und in Farbe, sondern nur in der elektronischen Version, aber ich habe da jemanden getroffen, nämlich Jo.
Vorsicht bitte!
Ab hier betreten Sie ein Terrain, was eine erhöhte Gefahr einer Faszination auslösen kann, nur damit Sie hinterher nicht sagen, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Für alle anderen, die es schon nicht mehr hören können, dieses Wort „Provence“, dann lassen Sie das mal ab hier ungelesen liegen und freuen sich auf die folgende Kolumne, wo ich mich dann wieder bestimmt mit anderen Dingen beschäftige, … vielleicht dann mit den ausschweifenden Regenfällen der letzten Monate.
Aber, …
wenn Sie mal selbst schauen wollen, zum Beispiel auf green-acres.fr oder seloger.com, werden Sie nach ein bisschen wühlen und vielleicht ein wenig französisch übersetzen, schnell auf die verschiedensten Angebote stoßen.
Da ist eigentlich für jeden was dabei, wobei ‚eigentlich‘ können Sie streichen und sich einmal in allen Preisklassen umschauen und dort, wenn Sie mal Lust haben, auch die „bescheidenen Behausungen“, in denen die Reichen und Schönen hausen, ausspähen.
Ein anderes Portal ist ‚Kleinanzeigen‘, dort schaue ich mich auch regelmäßig um, aber weniger regelmäßig als auf den anderen Portalen, weil hier nur sehr selten irgendetwas „provencalisch-hauskaufmäßiges“ angeboten wird.
Wenn Sie den Suchbegriff ‚Provence‘ deutschlandweit eingeben und sich auf Auslandsimmobilien beschränken, finden Sie übrigens auch die Carol, sie bietet dort ihre verschiedenen Wohnungen/Häuser für die Ferienvermietung in Entrecasteaux an.
Und falls Sie selbst erst später in diese Kolumne eingestiegen sind, die Provence, wurde von mir hier schon des Öfteren mit bearbeitet, so als eine Art „Vorab-Therapie“ für einen geplanten Umzug in einer nicht allzu fernen Zukunft.
Mir fiel dann aber auf Kleinanzeigen, die folgende Anzeige auf:
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„Südfrankreich Provence Auswandern Haus 13000m2 Grund“ Bonjour, wir sind seit Jahren in der Provence bei Draguignan ansässig und suchen selbst ein weiteres Domizil. Die Anzeige beinhaltet in etwa die Region Draguignan, Fréjus, St. Tropez, La Garde Freinet , Bargemon, Les Arcs sur Argens. Ab und an besichtigen wir „atypische Objekte“ , die aber nicht unseren speziellen Ansprüchen genügen. Wir bieten an: eine Art Erstkontaktstelle für Auswanderer, Aussteiger, „Flüchtlinge“ aus dem Land der Kehrwoche und Wärmepumpen. Sie suchen den Absprung, aber kennen die Besonderheiten, den Markt und die „Folklore“ nicht? Wir können Sie unterstützen, begleiten, beraten.... Hier ist nicht alles besser, aber der persönliche Freiheitsgrad schon. Das betrifft den „netten Standard“ des Pkw-TÜV (controle-technique) und endet bei der liberté in Sachen Haus- Zwangsisolierung oder unproblematischer Tierhaltung. Gesetze hier dienen zuvörderst den Menschen – vulgo Franzosen. Und den Eigentümern von Wohnraum. Ich zeige hier (gopro) Bilder eines von mir besichtigten Maklerangebots, ja: heute war mal bewölkt. Eckdaten: 13000 qm Grund, 132 Wfl., Doppelgarage, eigener Bewässerungskanal, pool, kleine Stallungen, Kamin....Aufrufpreis (zu hoch, da Renovierungsbedarf) : 499.900 . (Wir kennen aktuell viele Nettigkeiten, Häuser auf 1000qm++ Grund , ab 70qm Wohnfläche, idR mit Pool. Grundstücksgrößen von + 4000 qm: kein Problem. Es gibt: Stadthäuser, vor der Revolution erbaut, mit Gewölbekeller, eine alte Ölmühle, alte Schäferhäuser, Steinhäuser, und und und …. Preisrange zw. 350.000 – 600.000. (Der daran anschließende Sektor Ü 600k bietet logischerweise ein Plus an Lage und/oder Komfort bzw. Bausubstanz – bzw. das Argument Meerblick; dann kauft man aber an der „lebhaften“ Küstenregion). Andererseits gibt es auch "leichte "Sommerquartiere" in einer Domaine ab 100.000. Mit eigenem Grund (400...1000qm). Es gibt einfach viele unentdeckte Schätze hier. Nach jedem Gusto. Allerdings: es ist der Süden. Der böse Atom-Strom kommt via Kabel an Masten, top ist das min. lückenlose 4G Netz, jede „ville“ hat eine police, eine Brasserie und einen Markt mit frischen Produkten – die PROVENCE halt. Wir hatten seit Jahren keine Minustemperaturen. Und wenn, dann nur eine Nacht. Hier gibt es 200 Sonnentage im Jahr – umsonst! BTW: Der Strompreis liegt bei 18ct! (Nizza: eine Fahrstunde, TGV-Bahnhof: Les Arcs sur Argens!) Wer ein gesteigertes Interesse hat, der möge anfragen. Ich verkaufe NICHTS, ich bin weder Makler noch Eigentümer! Und die Angebote sind nicht mietbar.
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Als ich das gelesen habe, war ich wie schon erwähnt sofort wieder im Thema drin, ein Thema, aus dem ich ja grundsätzlich noch nicht einmal raus war, geschweige denn kam, das ist wie so eine Art chronische Krankheit, …
die mit wiederkehrenden Fieberschüben eine gewisse Bissigkeit besitzt.
Ich schrieb dann eine kurze Mail, die so anfing:
„moin moin, … Bonjour, geht natürlich auch …
Sollte ein Teil dieser Information nicht eigentlich geheim bleiben!“
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und lautete:
„Wir leben bei Ste Maxime, seit 2017: kein Tag bereut! Wie so oft: vieles hat eine Vorgeschichte und man braucht auch ein wenig Glück. Wir suchen ein Invest, und ich dachte: unser Wissen im Immobilienbereich könnte jemandem von Nutzen sein.“
Da lebte also so ein Deutscher - Jo - seiner Frau Jutta in genau der Region in Südfrankreich, die zu meinen absoluten Favoriten gehört und nachdem ich dann seine Internetseite durchstöbert hatte und all seine Erfahrungen und Geschichten aus der Provence aufsog, war ich wieder in meiner Tiefenbegeisterung und dem provenzialischen Fieber gefangen.
Und hier meine Empfehlung, schauen Sie doch selbst einmal auf die Seite:
Ich selbst brauchte zwei Tage, um mich einmal durch zu lesen, wobei ich dann in vielen Geschichten noch einmal zusätzlich im Netz recherchierte, …
die Seite hatte es mir auf jeden Fall angetan und für jeden Außenstehenden bietet sie einen hohen Unterhaltungswert.
Dabei ist halt genau dieser erlebte und ehrlich aufgebaute Erfahrungswert, …
den Jo und Jutta dort in den letzten sieben Jahren erworben haben, so wertvoll.
Ich selbst habe jetzt mittlerweile auch schon ein paarmal mit Jo telefoniert und durfte an seiner weiteren Lebensreise Provence teilhaben.
Aktuell steht für Jo eine weitere Investition in ein Apartment in Lorgues an, … Lorgues ist eine von diesen kleinen provenzialischen Städten, die ich auch schon recht gut kenne, im - Supermarché - kaufen wir regelmäßig ein, …
wenn wir vom Mittelmeer zurückkommen und wer das große Glück hat, morgens in der Hauptstraße seinen Kaffee trinken zu können, …
der hat wohl alles richtig gemacht!
Denn die Hauptstraße dort ist irgendwie anders, provenzialisch kultivierter und es macht einfach Spaß, dort zu sitzen und seinen Kaffee zu genießen.
Aber noch bin ich hier in Norddeutschland und die letzten Wochen waren bei mir übrigens auch dadurch sehr gefüllt, dass ich zum einen angefangen habe, diverse Kisten und Boxen zu lehren oder umzupacken und ein paar Sachen auch auf Kleinanzeigen einzustellen, …
denn insgesamt kommt gerade so einiges in Bewegung. …
Destination Provence.
Die nächste Kolumne erscheint in den kommenden Tagen, wenn die Zeit dazu gekommen ist, … und wenn sie fertig ist!
Bleiben Sie bis dahin gedankenstark!
