Kennen Sie die Haager ...
| ca. 10 Minuten LesedauerWerte Leser, …
… wir waren gerade in Wahlstedt, das ist dieser wunderschöne Ort nahe Bad Segeberg, …
da wo man architektonische Wunderbauten bestaunen kann, und das ist einer von den Orten, …
wo ich mir durchaus vorstellen könnte, nicht mal tot über dem Zaun hängen zu wollen.
Und wenn ich das nicht will - übrigens weder tot noch geschminkt oder zu Vatertag, … und auch weder hängend noch sonst wie -, …
dann habe ich doch mit Christina den großen Vorteil gehabt, …
wir konnten tatsächlich wieder fahren und zwar fortfahren ohne Ford-zufahren, …
und in wieweit das dann ein Vorteil ist, kann ich noch gar nicht sagen, … aber tief in meinem Innersten spüre ich, dass es genau so war und vor allem auch so ist.
Aber wir sind jetzt ja hier nicht bei Automarken, wir sind ja mehr bei Städten, …
und in diesem Fall zuerst in Wahlstedt bei Bad Segeberg in Schleswig-Holstein, …
und bitte lieber Wahlstedter, wenn ihr das jetzt hier so lest, …
schickt mir bitte keine Pakete, die explodieren oder Briefe mit Anthrax, … ich bin halt nicht zu begeistern von eurer Stadt, das habt ihr dann übrigens mit Pinneberg gemeinsam und mit Gießen oder Duisburg und so einigen anderen Städten in Deutschland.
Oder nehmen Sie noch eine Stadt wie Neumünster, …
hört sich ja erst einmal ganz hübsch an, …
ist es aber definitiv nicht, und ich habe da auch gerade so ein Bild vor Augen, …
bei der Urteilsverkündung im Amtsgericht Flensburg sagt der Vorsitzende Richter dann den folgenden Satz:
„Im Namen des Volkes ergeht das folgende Urteil: der Angeklagte wird zu drei Jahren Wohnen in Neumünster verurteilt,… gegen dieses Urteil kann kein Widerspruch eingereicht werden“!
Sie sehen: bei kritischen Städten, egal, ob in Schleswig-Holstein, Hessen oder Nordrhein-Westfalen oder sonst wo, da kann einem schon mal die Fantasie durchgehen, ...
zumindest bei mir.
zumindest bei mir.
Wobei Duisburg, …
immer wenn sich für mich die Gelegenheit bietet, halte ich auch gerne mal in Duisburg an, beziehungsweise fahre über den Industrie-Hafen direkt zum Rhein und lasse mich von viel Rost und frei Erblickbarem Industrie-Design inspirieren, …
bei gutem Wetter kann man dort am Rhein sitzen und sitzen und sitzen, …
Und wenn man dann genug Ruhrpott-Charme aufgenommen hat, …
kann man übrigens auch dort wieder fortfahren und auch in diesem Fall möchte ich es nicht unerwähnt lassen:
wieder ohne Ford zufahren.
Jetzt komme ich aber noch mal zurück nach Wahlstedt, …
denn da gibt es ein Café, …
in dem waren wir und es war wirklich schön und falls mal jemand nach Wahlstedt fahren sollte (das kann man ja im Leben nie so ganz ausschließen, …) dann ist dieses Café wirklich besuchenswert, …
dort strömte der heiße Kaffee aus der Kanne, …
und das ist etwas ganz anderes als der kalte Rhein in Duisburg, …
der zwar auch strömt, aber halt an einem vorbei und zudem wie schon geschrieben, kalt ist!
Und was ist jetzt eigentlich mit die Haager, oder müsste es nicht eigentlich die Haagener heißen, zumindest fängt ja die Kolumne in der Überschrift mit: > Kennen Sie die Haager < an?
Absolut richtig, es müsste die Haagener heißen, aber ich habe ja, …
>die Haager< geschrieben und damit ist dann übrigens Den Haag gemeint.
Letztendlich ist die Überschrift für diese Kolumne schon irreführend, … Denn wenn man einen wichtigen Teil eines Inhalts, eines Wortes einfach weglässt, … stiftet man mehr Verwirrung, als gewollt ist.
In diesem besonderen Fall habe ich sogar etwas wesentliches weggelassen, …
und zwar die Landkriegsordnung.
Und dass ist übrigens das, was ich wollte, ich wollte etwas über die Haager Landkriegsordnung schreiben.
Denn was da 1899 in Den Haag in der Haager Landkriegsordnung festgelegt wurde, …
war nichts anderes als die Form, in der man sich über Gesetze und Bräuche des Landkriegs geeinigt hat! Klingt ja übrigens fast schon ein bisschen feierlich, fast so wie ein schöner Folklore Abend, …
hat aber einen wirklich ernsten Hintergrund, der sich daraus ableiten lässt, dass man sich vorher nicht unbedingt an irgendetwas im Krieg gehalten hat, …
was so manchen Krieger und auch Zivilisten den Spaß am Krieg letztendlich verdorben hat.
Aber damals brauchte man wohl scheinbar eine Landkriegsordnung, … eine Landkriegsordnung, an die sich übrigens kaum einer hält und das ist übrigens auch egal, …
ob direkt im ersten Weltkrieg, zweiten Weltkrieg oder in all den kleinen Zwischenkriegen oder vielleicht auch schon in dem beginnenden dritten Weltkrieg, in dem wir uns gerade befinden.
Damit Sie jetzt wissen, worüber ich hier schreibe, …
habe ich mir erlaubt, einmal den ersten Teil dieser „Hagar Landkriegsordnung“ als Kopie einzufügen, was ich grundsätzlich ungern mache, denn meine Kolumne soll hauptsächlich meinen Gedanken-Strom wiedergeben und kein Kopie-Werk sein!
Also ab hier einmal die ersten Zeilen der Hagar Landkriegsordnung aus dem Internet für Sie kopiert:
Abkommen, betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs.
Vom 18. Oktober 1907.
Seine Majestät der Deutsche Kaiser, König von Preußen, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der Präsident der Argentinischen Republik, Seine Majestät der Kaiser von Österreich, König von Böhmen u. s. w. und Apostolischer König von Ungarn, Seine Majestät der König der Belgier, der Präsident der Republik Bolivien, der Präsident der Republik der Vereinigten Staaten von Brasilien, Seine Königliche Hoheit der Fürst von Bulgarien, der Präsident der Republik Chile, der Präsident der Republik Kolumbien, der einstweilige Gouverneur der Republik Kuba, Seine Majestät der König von Dänemark, der Präsident der Dominikanischen Republik, der Präsident der Republik Ekuador, der Präsident der Französischen Republik, Seine Majestät der König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und der Britischen überseeischen Lande, Kaiser von Indien, Seine Majestät der König der Hellenen, der Präsident der Republik Guatemala, der Präsident der Republik Haïti, Seine Majestät der König von Italien, Seine Majestät der Kaiser von Japan, Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Luxemburg, Herzog zu Nassau, der Präsident der Vereinigten Staaten von Mexiko, Seine Königliche Hoheit der Fürst von Montenegro, Seine Majestät der König von Norwegen, der Präsident der Republik Panama, der Präsident der Republik Paraguay, Ihre Majestät die Königin der Niederlande, der Präsident der Republik Peru, Seine Kaiserliche Majestät der Schah von Persien, Seine Majestät der König von Portugal und Algarvien u. s. w., Seine Majestät der König von Rumänien, Seine Majestät der Kaiser aller Reußen, der Präsident der Republik Salvador, Seine Majestät der König von Serbien, Seine Majestät der König von Siam, Seine Majestät der König von Schweden, der Schweizerische Bundesrat, Seine Majestät der Kaiser der Osmanen, der Präsident des Orientalischen Freistaats Uruguay, der Präsident der Vereinigten Staaten von Venezuela, in der Erwägung, daß bei allem Bemühen, Mittel zu suchen, um den Frieden zu sichern und bewaffnete Streitigkeiten zwischen den Völkern zu verhüten, es doch von Wichtigkeit ist, auch den Fall ins Auge zu fassen, wo ein Ruf zu den Waffen durch Ereignisse herbeigeführt wird, die ihre Fürsorge nicht hat abwenden können, von dem Wunsche beseelt, selbst in diesem äußersten Falle den Interessen der Menschlichkeit und den sich immer steigernden Forderungen der Zivilisation zu dienen, in der Meinung, daß es zu diesem Zwecke von Bedeutung ist, die allgemeinen Gesetze und Gebräuche des Krieges einer Durchsicht zu unterziehen, sei es, um sie näher zu bestimmen, sei es, um ihnen gewisse Grenzen zu ziehen, damit sie soviel wie möglich von ihrer Schärfe verlieren.
Ich fand es schon ziemlich spannend, das alles zu lesen und wenn Sie das jetzt auch gelesen haben, waren Sie vielleicht sogar ein wenig gerührt über die ganzen Hoheiten, Majestäten und Kaiser und vielleicht auch von Seine Majestät der Kaiser aller Reußen.
Die Reußen war übrigens kein Schreibfehler, die Reußen sind die Russen, zumindest nach damaligem Schreibbild.
Und jetzt, wo Sie etwas über die Haager Landkriegsordnung gelesen haben und auch über die Russen von damals, die ja irgendwie sprachlich mit den Preußen verwandt sind, die Reußen, …
da springe ich mal schnell mit meinen Gedanken in eine andere Richtung und lasse daraus vielleicht unsere gemeinsamen Gedanken entstehen.
Denn im Hier und heute haben sich ja die Palästinenser dazu entschlossen, … eine Mörder-Bande loszuschicken, um eine finale Entscheidung zwischen Palästina und Israel herbeizuführen.
Übrigens war der Auslöser der mörderische und bestialische Überfall der Palästinenser, …
ohne irgendeine Regel, ohne einen Ansatz von Menschlichkeit und auch ganz bestimmt ohne die Haager Landkriegsordnung durchgeführt worden.
Und vielleicht haben Sie die Kolumne „Randale an der Terrassentür“ von mir noch in Erinnerung, die Geschichte ließe sich jetzt genau so eins zu eins noch einmal schreiben, …
nur dass das, was die Hamas hier verbrochen hat, bestialischer nicht sein kann!
Und so ist das, was jetzt im Gazastreifen passiert, das Finale einer langen und vorher schon blutigen Auseinandersetzung und in der Intensität grundsätzlich nicht mehr zu steigern!
Viele Journalisten sprachen in den vergangenen Jahrzehnten immer vom Pulverfass Naher-Osten und genau dieses Pulverfass ist jetzt explodiert und die Schrapnelle fliegen in alle Richtungen.
Haben Sie die Zwischentöne, die Bombeneinschläge von Damaskus und Aleppo schon wahrgenommen oder die Huthi Rebellen, die ihren „Glaubensbrüdern“ mit Raketenangriffen aus Jemen beistehen wollen?
Also Israel hat die militärischen Flughäfen von Damaskus und Aleppo sicherheitshalber mal ausgeschaltet, d.h. man hat diese Flughäfen bombardiert, …
was auch in deutschen Presse Mitteilungen zu lesen war, …
was aber scheinbar in der Wahrnehmung als nicht ganz so wichtig betrachtet wurde.
Die Handlungen Israels kann ich übrigens aus strategischen Gründen gut verstehen, …
letztendlich hat jetzt tatsächlich eine Form von Überlebenskampf für Israel begonnen, der mehr als nur einfach wichtig ist, …
es ist ein Überlebenskampf, der in seiner Bedeutung übrigens auch die westliche Welt tief in ihrem Inneren berühren sollte, aber scheinbar nicht überall berühren wird!
Dann ist da noch etwas passiert, was so unklug ist, wie es unklug nur sein kann, …
im Konflikt der Israelis und der Palästinensern hat irgendwann eine Seite vergessen, wo sie stehen und wie stark sie ist oder eben tatsächlich auch vergessen, wie stark man eben nicht ist!
Und jeden Tag gibt es eine neue Entwicklung, wie zum Beispiel die Abkehr des türkischen Präsidenten Erdoğan vom Westen und eine Positionierung wohl nicht nur in gedanklicher Form, …
zu den muslimischen Brüdern.
Fakt ist auf jeden Fall: der Gazastreifen wird jetzt umgegraben, …
und die Hamas hat nur noch eine kurze, vernichtende Zukunft vor sich!
Wir hier in Europa sind bei alldem live dabei, …
wir spüren allerdings jetzt auch schon die ersten Auswirkungen und ich selbst war nicht nur erstaunt, dass es möglich ist, in Deutschland mit islamistischen Fahnen auf eine Palästinenser Kundgebung zu kommen und diese dann auch noch zu schwenken.
Ich möchte Ihnen hier einmal einen Gedanken mitteilen, …
einen Gedanken, der unter Umständen eine ganz andere Betrachtung fordert und der in seiner letztendlich darin enthaltenen Logik brutal und zerstörend ist.
Was wäre eigentlich passiert, wenn die Palästinenser ihren Freiheitskampf begraben hätten und von vornherein gesagt hätten, alles klar, …
wir wollen absolut nur eine friedliche Art des Zusammenlebens leben und wir verzichten auf jede Form von Gewalt und wir wünschen uns ein entsprechendes Entgegenkommen.
Zum Schluss bleibt mir dann übrigens nur noch eins zu sagen, …
wir können hier bei uns in unserer Gesellschaft noch mit einer gewissen Grund-Sicherheit leben und auch unsere Meinung kund tun, wobei es Menschen gibt die gerade auch damit ihre Schwierigkeiten haben.
Denn es sollte uns schon unruhig werden lassen, …
wenn wir erfahren, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft versuchen, …
sich in unserer Gesellschaft unsichtbar zu machen.
Aber es gibt auch noch Verfehlungen, die unter einem ganz scheinheiligen Mantel des Historisch zu bewahrenden, weiter öffentlich und gut sichtbar betrieben werden, …
wie zum Beispiel die immer noch öffentlichen Abbildungen von
„der Juden Sau“ an verschiedenen Stellen, …
wie zum Beispiel Kirchen und das verstört mich schon ein wenig mehr!
Die nächste Kolumne erscheint in den kommenden Tagen, wenn die Zeit dazu gekommen ist, … und wenn sie fertig ist!
Bleiben Sie bis dahin gedankenstark!
